Nit de Sant Joan - die Johannisnacht

Foto: MallorcaZeitung

Einmal im Jahr, zur Sommersonnenwende, sind die Strände auf Mallorca auch nachts voll:

In der Nacht vom 23. zum 24. Juni wird in vielen Ortschaften der Insel die Johannisnacht gefeiert: Dabei lassen sich die Menschen bereits am frühen Abend an den Stränden nieder, ausgerüstet mit Kerzen, Essen und Getränken. Um Mitternacht springt jeder ins Meer für ein reinigendes Bad, das von bösen Geistern befreien soll.

Auch die Stadt Palma organisiert Feierlichkeiten - am Parc de la Mar unterhalb der Kathedrale: Ab 20:00 Uhr mit mallorquinischen Volkstänzen, Livebands und später dann die Feuerteufel, die berühmten "dimonis".

Fotos: Inselradio.com

In Cala Ratjada feiern Einheimische, Residenten und Urlauber vorwiegend an den Stränden "Son Moll" und "Cala Gat".

Allerdings wird die Nacht dort etwas ruhiger begangen, als z.B. am Stadtstrand von Palma - wie man dem Insider-Bericht der Schauspielerin Carmen Molinar sehr schön entnehmen kann:

"Es ist die Nacht der Reinheit, der guten Wünsche, des Loslassens. Freunde verabreden sich an den verschiedenen Stränden, alle weiß gekleidet (einschließlich Unterwäsche).
Man bringt weiße Decken/Laken zum draufsetzen mit, ganz viele weiße Kerzen (am besten in Einmachgläsern, dass sie nicht ausgehen), Essen und trinken für sich und die Freunde oder die, die nichts dabei haben. Und - ganz wichtig: WEIßE Blumen.

Kurz vor Mitternacht schreibt man (hier gehen die Meinungen auseinander) alles was man loslassen möchte auf einzelne kleine Zettel (andere sagen: was man sich wünscht)...verbrennt diese Zettel, so dass sie in den Himmel aufsteigen. Danach geht man mit den Blumen baden (in Wäsche, nackig oder Klamotten) und schickt mit jeder Blüte, die man vorsichtig ins Wasser legt, einen Wunsch für einen geliebten Menschen (nicht für sich) ins Meer/ Universum.
P.S. Hier bieten sich Margariten an... so kann man vielen Menschen vieeel Schönes wünschen.

In dieser Nacht wird nicht gegrölt, sie ist andächtig, oft wird später musiziert und gesungen und getanzt. Und Bitte: Benutzt so wenig Plastik wie möglich, nehmt Körbe mit, damit am Ende aller Müll wieder verschwindet (auch gerne den der Nachbarn, wenn sie ihn "vergessen" haben).

San Juan hatte für mich immer etwas Magisches und es wäre schön, wenn viele diesen wunderschönen Brauch der guten Wünsche wieder aktivieren würden..."

CR-Fotos von Liveticker-Admin J.P.

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